Tipp des Monats Oktober

 

DAS Erfolgspotenzial: Mitarbeiter

Andere zu begeistern ist erlernbar

Gerade in schwierigen Zeiten des Umbruchs wird in vielen Unternehmen die wichtige Aufgabe der Mitarbeiterführung oft vernachlässigt. Dies beweist die jährliche Umfrage der Unternehmensberatung Gallup über den Stand der allgemeinen Mitarbeitermotivation in Deutschland: Nur zwölf Prozent der Mitarbeiter haben eine hohe emotionale Bindung an den Arbeitgeber. 70 Prozent machen "Dienst nach Vorschrift" und 18 Prozent haben bereits innerlich gekündigt.

 Im Vergleich zum Vorjahr haben sich diese Zahlen weiter verschlechtert. Gerald Wood, Geschäftsführer von Gallup Deutschland sieht vor allem schlechte Führung als eine Ursache dieser durchaus kostspieligen Demotivation. So sind motivierte Mitarbeiter durchschnittlich fünf Tage pro Jahr krank. Die Kosten für entgangene Geschäfte und frustrierte Kunden dürfen dabei aber noch weitaus höher sein.

 Mitarbeiter nicht demotivieren

Häufig fehlt es an den einfachsten Dingen: Mitarbeiter werden nicht geschätzt, nicht informiert, ihre Arbeit wird nicht anerkannt und sie arbeiten oft unter schlechten Rahmenbedingungen. Menschen werden sogar manchmal unbewusst - oder schlimmer noch bewusst- bloßgestellt. Ehe man damit beginnen will, Mitarbeiter zu motivieren, sollte m aufhören, diese zu demotivieren. Führungskultur, Kommunikation, soziale Kompetenz und die Fähigkeit zu führen, sind lernbar, trainierbar und auch messbar. Diese Inhalte werden jedoch leider in den meisten fachlichen Ausbildungen nicht vermittelt. Folgende Bausteine können diese Lücken auffüllen:

Aufzählung

 Lernen (Seminare)
 

Aufzählung

 Trainieren (Coaching)
 

Aufzählung

 Messen (interne Befragung)
 

Aufzählung

  Zertifizieren & Prämieren (externe Begutachtung)

Erlernen kann man das Wissen und vor allem die praktische Anwendung durch stark umsetzungsorientierte Seminare. Das Training von Führungskräften sollte vor Ort in Form von Coaching im praktischen Alltag erfolgen. Die Ergebnisse werden zum Beispiel durch Mitarbeiter-befragungen und Mitarbeitergespräche, die auch eine Rückmeldung der Führungsqualitäten zum Inhalt haben, messbar gemacht. Für das Zertifizieren und Prämieren gibt es viele Möglichkeiten, so z.B. mit externen Auditoren und sehr anerkannten Preisen, wie dem TOPJOB-Preis des deutschen Mittelstandes, der jedes Jahr vergeben wird.

Drei Stufen zur Mitarbeiter-Begeisterung

1.Stufe: Das körperliche (materielle) Wohlbefinden.

Zur Zufriedenheit gehören:

Aufzählung

Gute Bezahlung (Zusatzleistungen, Vorteile, Prämien)
 

Aufzählung

Gute Infrastruktur (Arbeitsbedingungen)
 

Aufzählung

Gesicherter Arbeitsplatz
 

Aufzählung

Flexible Arbeitszeiten, flexibler Arbeitsort
 

Aufzählung

Geregeltes Betriebsklima
 

Aufzählung

Kundenzufriedenheit (entspricht Preis/Leistung)

Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, denn nur wer sich körperlich wohl fühlt, kann auch eine gesunde Motivation entfalten und zufrieden mit seiner Arbeit sein.

Kleine Unternehmen haben den Vorteil, individueller sein zu können, wohingegen größere Unternehmen meist eine bessere Bezahlung anbieten können. All diese Faktoren haben eine kritische Größe, die nicht unterschritten werden darf. Zusätzlich spielt auch das Vertrauen in einen gesicherten Arbeitsplatz eine große Rolle im Empfinden der Mitarbeiter.
 

2.Stufe: Die geistige (und emotionale) Wohlbefinden.

Dazu werden gezählt:

Aufzählung

Klare Ziele, Aufgaben und gute Information
 

Aufzählung

Gute Führung
 

Aufzählung

Mitgestaltungsmöglichkeiten
 

Aufzählung

Anerkennung für geleistete Arbeit
 

Aufzählung

Weiterbildungsangebot
 

Aufzählung

Gutes Betriebsklima
 

Aufzählung

Sehr gute Kundenresonanz

Zur Motivation kommt es, wenn auch das geistige und emotionale Umfeld stimmt und die Mitarbeiter das Gefühl haben, ihre eigene Arbeit mitgestalten zu können.

3. Stufe: Das seelische Wohlbefinden.

Dazu gehören:

Aufzählung

Sinnvolle Arbeit
 

Aufzählung

Persönliche Freiheit und Verantwortung
 

Aufzählung

Entfaltung der eigenen Talente
 

Aufzählung

Lebens-Balance
 

Aufzählung

Vertrauenskultur
 

Aufzählung

Kunden werden zu Freunden

Auf dieser dritten Stufe entsteht das seelische Wohlbefinden, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen. Dies führt zu Begeisterung und zu dem oft geforderten Zustand, dass sich Mitarbeiter als Mitunternehmer verstehen. Es wird deutlich, dass dieser Zustand nicht eingefordert, sondern lediglich entwickelt werden kann.

Wie bei der Kundenbegeisterung kommt es bei der Mitarbeiterbegeisterung auf ein ganzheitliches Denken an, da Menschen immer als Ganzes gesehen und behandelt werden sollten. Sobald der deutsche Mittelstand diese Erkenntnis in großem Umfang umsetzt, werden sich auch die Zahlen der Gallup-Umfrage verbessern. Vielleicht erreichen wir dann eines Tages ähnliche Zahlen wie in Kanada oder die USA, hier sind nämlich 24 bis 30 Prozent der Mitarbeiter motiviert und engagiert bei der Arbeit.

 In diesem Sinne: Begeisterung steckt immer an! Fazit: Erfolgreiche Menschen tun das gerne, was sie tun! Denn, was Freude macht, fällt leichter und wird immer besser! Erfolgreiche Menschen sind offen und gesellschaftlich aktiv und pflegen nützliche Kontakte! Erfolgreiche Menschen ergänzen ständig ihr Wissen, denn Sie sind neugierig und scheuen keine Veränderung! Erfolgreiche Menschen sind Optimisten! Sie sehen Probleme als Chance! Erfolgreiche Menschen geben immer ihr Bestes und stecken mit Ihrem Erfolg auch andere an!

 Viel Erfolg mit allem, was Ihnen Freude macht und kultivieren Sie das, was Ihnen Genuss bringt!